Regisseur

Klaus Scheidsteger

Klaus Scheidsteger

Geboren 1954 in Haan (Düsseldorf-Mettmann)
Abitur am Helmholtz-Gymnasium Essen
Journalistik Studium mit Nebenfach Politik an der Universität Dortmund mit integriertem Volontariat beim WDR Köln

Knapp vier Jahre Aufenthalt in Südfrankreich (1980-1983), dort u.a. freiberufliche, schreibende Tätigkeit für den in Monaco lebenden deutschen Schriftsteller Rolf Palm
Davor und danach Reporter beim WDR Köln

1982: Autor und Koproduzent eines ersten längeren Dokumentarfilms PORTRAIT DES SCHRIFTSTELLERS ANTHONY BURGESS, 52 Minuten, TV-Ausstrahlung u.a. FR3 und Channel4

1985: Gründung einer eigenen TV-Produktionsfirma in Essen mit den Schwerpunkten News, Reportage, Dokumentation. Arbeiten für die meisten großen TV-Sender. Weiters Industriefilme, u.a. für Karstadt, Tengelmann, Steilmann, Panasonic Deutschland, Salamander, u.s.w.

1998: Rückkehr nach Frankreich
Viele Dokumentarfilm- und Reportage-Produktionen für arte als Autor und Produzent, Schwerpunkt „Portraits“, z.B.:
HEMINGWAY AUF KUBA (zum 100. Geburtstag, 1999) / WICHTIG IST, WAS WIR MORGEN TUN über den Schriftsteller Martin Gray / MEDIZIN DER ZUKUNFT, Portrait Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer / DAS SYSTEM DUCASSE, Portrait des Kochstars Alain Ducasse / NEW YORK – PROVENCE, Portrait des Malers Jean Miotte, / GOLDSCHMIEDE DER ATHLETEN über den Olympiastützpunkt Berlin, etc.

2004: Erste Recherchen zum Thema Mobilfunk münden in eine 50-minütige Auftragsproduktion des Senders France2, PORTABLES EN ACCUSATION, Ausstrahlung 2006. Weitere Recherchen zu laufenden Verfahren in den USA führten zur Produktion des Kino-Dokumentarfilms THANK YOU FOR CALLING.

Heute lebt Scheidsteger in Frankreich und Österreich. Er ist Produzent von diversen Industriefilmen und arbeitet als Medienberater.

Regie- und Produktionsstatement von Klaus Scheidsteger zu THANK YOU FOR CALLING

„Ich wollte diesen Film machen, weil es sich um eine in jeder Beziehung exklusive Geschichte handelt; noch dazu ein Thema, das uns alle angeht. Durch eine über zehn Jahre andauernde, sorgfältige und komplexe Recherche, sah ich mich in der Lage, komplizierte Zusammenhänge aus Wissenschaft, Technik, Lobbyismus und juristischem Taktieren für ein großes Publikum verständlich, spannend und nachvollziehbar filmisch umzusetzen.

Ein zweiter wichtiger Beweggrund, diesen Film zu machen, ist die Sorge um die Gesundheit vor allem junger Menschen. Es ist insofern auch ein investigativer, ein aufdeckender Film geworden. Er soll die Zuschauer möglichst bewegen, auch dazu, ein Stück weit die Verantwortung für die eigene Gesundheit in die Hand zu nehmen.

Wir machten diesen Film auch, weil es sich um einen klassischen Kampf David gegen Goliath handelt, der scheinbar aussichtslos geführt wird, von Wissenschaftlern aus aller Welt. Verantwortungsvoll handelnde Mitmenschen allesamt, die als Spielverderber einer mächtigen Wachstumsbranche nur im Weg stehen.

Sie alle erleiden ein ähnliches Schicksal, und der Film kann diese Zusammenhänge kompakt aufdecken. Dadurch bekommt der Film auch durchaus eine politische Dimension, denn auch der Staat wählt den Weg des Wegschauens.

Nun aber hat ein mutiger Richter in Washington D.C. eine wegweisende Order auf den Weg gebracht, die bisher der Öffentlichkeit vorenthalten wurde. Der ehrwürdige Frederik Weisberg am Washington D.C. Superior Court fordert eine gesellschaftliche Verantwortung ein, kombiniert mit der Anerkennung der vor den Gesundheitsrisiken des Mobilfunks warnenden Wissenschaftler.“